Was tun gegen Frustration?

Botschafter Frustration
Eigentlich muss man fragen, was tun MIT Frustration.


Denn Frustration ist nicht das Problem.

Frustration ist lediglich der Überbringer der Nachricht, dass wir mit einer Situation in unserem Leben konfrontiert sind, die großes Optimierungspotential hat.




Was dir Frustration mitteilen möchte

Emotionen sind Botschafter und Überbringer von Nachrichten

Frustration lässt dich wissen, dass dir die Angelegenheit, über die du frustriert bist, wirklich am Herzen liegt.

Wirklich, wirklich, wirklich.

Das ist doch schon mal klasse, oder?

Wenn du über etwas frustriert bist, weißt du zweifelsfrei, dass du dir etwas anderes ersehnst!

Wie oft wissen wir das nicht und wünschen uns mehr Klarheit?

Bevor wir durchstarten und uns der Frage widmen, wie du mit Frustration am besten umgehst und zu deinem Vorteil nutzt, hier ein kleiner Exkurs zum Thema Emotionen.


Quick & Dirty Einführung ins Thema Emotionen

Alle Emotionen sind gut. Auch die negativen.

Emotionen sind nicht nur variierende Gefühlzustände des menschlichen Daseins.

Sie sind vor allem Botschafter, die uns helfen unsere Wünsche zu verwirklichen und sicher durch das Dickicht von Raum und Zeit zu navigieren.

Rein vom Nutzwert betrachtet, gibt es keine schlechten Emotionen. Alle Emotionen sind gut. Alle Emotionen sind Helfer, denen an unserer persönlichen Entwicklung und unserem Vorwärtskommen im Leben gelegen ist. 

Man könnte unsere Emotionen auch als unser Navigationssystem bezeichnen, dass uns dabei hilft die richtigen Entscheidungen zu treffen, um das Leben unsere Wahl verwirklichen zu können.

Positive Emotionen geben dir das Feedback, dass du mit deinen Gedanken und Handlungen auf Zielerreichungskurs bist und freie Fahrt hast.

Negative Emotionen informieren dich darüber, dass es holprig wird und Kurskorrekturen fällig sind.

 

Umgang mit temporärer Frustration

Die Sofort-Lösung bei leichten Fällen

Bei der Emotion Frustration gilt es zwischen punktueller Frustration und Dauer-Frustration zu unterscheiden.

Fangen wir mit punktueller Frustration an. Damit wirst du, wenn überhaupt, am wenigsten Probleme haben.


Wie man mit Frustration vorbildlich umgeht, will ich dir anhand einer wahren Begebenheit, in der ich selbst eine kleine Nebenrolle hatte, aufzeigen.

Im Alter von 12 nahm ich zusammen mit meiner 6 Jahre jüngeren Schwester an einem Schwimmfest teil. Dort gewann ich die einzigen zwei Medaillen meines Lebens in einem Schwimm-Wettbewerb und meine Schwester, für die es die erste Teilnahme überhaupt war, ging leer aus.

Sie weinte herzerweichend über den Umstand, nicht auch eine Auszeichnung zum Umhängen erschwommen zu haben.

Wenige Jahre später war die Wand ihres Kinderzimmers dekoriert mit Medaillen.

Noch heute zolle ich dem kleinen Dreikäsehoch größten Respekt für den konstruktiven Umgang mit Frustration.

Was hat der Watz intuitiv richtig gemacht?

Step 1: Emotion annehmen und bewusst erleben  
Step 2: Erkennen, was ich wirklich will
Step 3: Entschluss fassen
Step 4: Ans Werk machen


Umgang mit Dauer-Frustration

Tieferliegende Ursache erkennen und an der Wurzel behandeln

Dauerfrustration entsteht, wenn du standhaft und kontinuierlich Frustrationsschübe ignorierst.

Was soll der arme Helfer "Frustration" denn anderes machen als kontinuierlich brüllen, damit du ihm und seiner Botschaft Aufmerksamkeit schenkst?

Die Message von Dauerfrustration ist: Hier läuft etwas nicht zu deiner Zufriedenheit und zwar seit langem. Ändere etwas.

"Klugscheißer", wird jetzt manch einer denken, der das Problem kennt, aber nicht die Lösung. "Wenn ich es ändern könnte, hätte ich es schon längst gemacht".

Man muss die Lösung nicht kennen.

Alles was man im ersten Schritt braucht, ist eine Vorstellung davon, wie es denn anders sein soll.

Man braucht eine Vorstellung von dem Wunsch-Zustand.


Deine Realität ist ein Spiegel dessen, was du für möglich hältst

und worauf du deine Aufmerksamkeit richtest.


Ist eine Situation in deinem Leben, nicht so wie du sie gerne hättest und lässt sich diese trotz großer Bemühungen nicht ändern, hat das 2 Gründe:

a) Dein Fokus ist nicht auf dem Wunsch-Zustand, sondern auf dem Nicht-Wunsch-Zustand
b) Du glaubst nicht, dass, das was du dir wünschst möglich ist.


Und das ist genial

??????? Warum?

Weil du über die Ursache deiner Frustration die volle Kontrolle hast. Du hältst den Schlüssel zur Veränderung der Situation, die dich frustriert, in deiner Hand. Oder genauer gesagt in deinem Kopf.


Es sind DEINE Gedanken, die dich in eine Situation bringen und es sind DEINE Gedanken, die dich da wieder herausholen.


Hier eine einfache Anleitung in drei Schritten, wie du aus jeder Situation kommst, die dich frustriert.

 

In drei Schritten von Frustration zu Zufriedenheit

Schritt 1: Mach dir ein Bild, von deinem Wunsch-Zustand

Frustration loslassenDer Weg aus der Situation ist, im ersten Schritt, eine klare Vorstellung vom tatsächlichen Wunsch-Zustand zu bekommen.

Ein Beispiel
Jemand ist frustriert darüber allein zu sein und sehnt sich nach einer glücklichen Beziehung.

Die glückliche Beziehung ist der Wunsch-Zustand

Allein sein ist der Nicht-Wunsch-Zustand oder der Ist-Mist-Zustand (so liest es sich leichter)

Ist der Wunsch-Zustand die glückliche Beziehung, dann gilt es nun sich ein Bild davon zu machen, wie man sich eine glückliche Beziehung genau vorstellt.

Was will man zusammen erleben, wie sehen die gemeinsamen glücklichen Momente konkret aus?  Romantische Dinner im Restaurant, Schlauchboot-Fahrten auf kleinen Flüsschen, Wandern im Wald, Motorrad-Touren, auf dem Sofa kuscheln.

Also genau das, was dir gefällt und was dir Spass macht.

Achtung! Der Fallstrick dabei, sind Gedanken darüber ob der Wunsch-Zustand realistisch ist und WIE man das Ziel erreichen könnte.

Lass daher die Fragen, ob es realistisch ist und WIE das Realität werden soll, bei der Definition deiner Wunsch-Situation außen vor.

Sonst definierst du einen "Was-glaube-ich-ist-für-mich-möglich-Zustand" und nicht deinen echten Wunsch-Zustand. Dann bist du genau so weit wie vorher.

Nur weil du heute das WIE noch nicht kennst, bedeutet das nicht, dass es nicht geht.


Wer sein Ziel kennt, findet einen Weg. Oder macht sich einen.


Schritt 2:  Fokussiere FORTAN  bewusst den Wunsch-Zustand

Dieser Schritt erfordert ein bisschen Übung.

Insbesondere wenn man über eine Situation dauerfrustriert ist, neigt man dazu den Ist-Mist-Zustand zu fokussieren und sich gedanklich beständig damit zu beschäftigen.

Man denkt darüber nach, wie sehr man die Situation leid ist, zerbricht sich den Kopf darüber wie man aus der Situation rauskommt oder womit man sich als nächstes ablenken könnte.

Das hilft nicht nur nichts, sondern trägt obendrein dazu bei, dass die Situation unverändert bleibt. Denn alles worauf wir unseren Fokus richten, ziehen wir in unser Leben.

Übe dich darin, von nun an konsequent deine Aufmerksamkeit auf den Wunsch-Zustand zu richten.


Wenn du es bislang gewohnt warst, den Nicht-Wunsch-Zustand zu fokussieren braucht es ein bisschen Zeit, bis du dir die neue Denkweise angewöhnt hast.


Ganz nebenbei – das ist Mentaltraining.


Parallel beginne auf deine Intuition zu hören und erlaube dir selbst, Dinge zu tun, zu denen du "plötzlich" Lust hast.

Unsere Handlungen folgen immer unseren Gedanken.

Wenn du selbst nicht auf der Bremse stehst, wirst "wie von selbst" in Richtung Wunsch-Zustand gezogen.


Schritt 3: Geh von der Bremse

Geh von der Bremse. Das heißt, setzte dich aktiv mit selbst-limitierenden Gedanken auseinander und hinterfrage sie.

Um bei unserem Beispiel zu bleiben, limitierende Gedanken in Bezug auf eine romantische Beziehung können sein:

  • Der richtige Partner muss gleich alt sein
  • Es gibt nur eine große Liebe im Leben
  • Ich bin nicht attraktiv genug
  • Eine Beziehung engt mich ein
  • Ab einem bestimmten Alter ist es nicht mehr möglich ist einen Partner zu finden

An der stelle fällt mir ein, vor ein paar Tagen beim Joggen an der Strandpromenade, habe ich ein Liebespaar auf einer etwas entlegenen Bank knutschen sehen. Zwei frisch verliebt Teenager, dachte ich mir aus der Ferne. Als ich näher kam, sah ich, dass die beiden locker im Rentenalter waren.

Ju-huuu, life is as good as you allow it to be!

Wo war ich? ... Ach ja.

Oft haben wir auch ultra limitierende Vorstellungen WIE etwas zustande kommen muss.

Das sind Glaubenssätze die ungefähr so lauten:

  • Millionäre werden, geht nur mit einem Lottogewinn
  • Die große Liebe, muss eine Zufallsbekanntschaft sein
  • Um Karriere machen zu können, braucht man Beziehungen


Mit solchen Überzeugungen verriegeln wir allen anderen Wegen, über die die Million, der Traumpartner, der Traumjob ebenfalls zu uns kommen könnte, die Tür.

Hier eine einfache Übung um selbst-limitierende Gedanken jeder Art erkennen und auf den Prüfstand stellen zu können.

 

Die "Was-nützt-es-mir"-Übung


Stell dir in Bezug auf deine Glaubenssätze die Frage "Was nützt mir der Gedanke"?

 Wenn du eine positive Antwort auf die Frage "Was nützt mir der Gedanke" geben kannst, behalte den Gedanken.
Wenn du zu einer negativen Antwort kommst, wirf den Glaubenssatz über Bord.


Ein Beispiel

Frage dich, was nützt es mir zu glauben, dass man nur mit Beziehungen Karriere machen kann?

Die Antwort könnte lauten: Viel! Ich habe einen großen und einflussreichen Bekanntenkreis. In dem Fall behältst du den Glaubenssatz natürlich.


Wenn die Antwort lautet: Eher wenig. Ich kenne nicht so viele Leute und außerdem hält der Versuch Kontakte zu knüpfen, mich davon ab mich auf die Arbeit zu konzentrieren, die mir wirklich Spass macht. Dann über Bord mit dem Gedanken!



Noch mehr Übungen wie man selbst-limitierenden Gedanken den Gar ausmacht, findest du in meiner kostenlosen Einführung ins Mentaltraining. Wenn du Lust, hast lade dir die Übungen direkt runter.

 

Ja, ich will die kostenlose Einführung jetzt herunterladen!



Fazit: Frustration sei Dank!


Es geht nicht also nicht darum,  Frustration zu bekämpfen oder zu bewältigen.  

Es geht darum zu verstehen, dass  Frustration ein Botschafter  ist, der uns darüber informiert, dass wir gegenwärtig in einer Situation verharren, in der wir nicht verharren sollten. Oder das wir etwas tun,  das nicht in unserem höchsten Interesse ist.

Frustration sei Dank, dass du es merkst und jetzt was ändern kannst


Sei IronMinded – arbeite mit deinen Emotionen, nicht gegen sie.




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