Trainingsweltmeister - was tun?


Step 1: Erst mal gebührend feiern!

Trainingsweltmeister
Wenn dir das Leben diesen Titel geschenkt hat, dann hast du Anlass zur Freude! Jawohl.

In doppelter Hinsicht.

Erstens, du verstehst es zu fokussieren, du bist fleißig und du hast Potential.


Zweitens, das Universum denkt an dich und sendet dir auf liebevolle Art eine Botschaft, dich mit deiner inneren Realität zu beschäftigen.

Wenn du für die Idee offen bist, kommen wir zum nächsten Schritt.


Step 2: Gehe in die Emotion


Spüre in die Emotion hinein, die du empfindest, wenn es im Rennen nicht läuft und du das Gefühl hast blockiert zu sein und dein Potential nicht abrufen zu können.

Das geht am besten, wenn du einem unsichtbaren Freund schilderst was in dieser Situation in dir vorgeht.

Beschreibe die Emotion ohne zu begründen oder zu analysieren.

Ist es Ärger, Wut, Hass, Ohnmacht, Verzweiflung, Frustration? Wenn die Emotion durch die Vergegenwärtigung der Szene in dir hoch kommt, verweile in der Emotion und nimm sie komplett an.

Lasse zu, dass sich die Empfindung in deinem ganzen Körper ausbreiten.

Der Prozess kann ruhig mehrere Minuten dauern.


Step 3: Ehrlicher Selbst-Dialog


Frage dich nun, warum es dich stört im Rennen blockiert zu sein? Was ist daran schlimm?

Wenn du dir eine Antwort gegeben hast, stelle dir gleiche Frage erneut. Was ist daran schlimm?

Das spielst du durch bis du bei einer Antwort angekommen bist, die sich anfühlt, als hätte jemand dein Herz im Klammergriff.

Wichtig ist, dass du keine rational passenden Antworten suchst.

Die Antworten kommen möglichst aus deinem Bauch. Es sind intuitive Antworten, die zu der Emotion passen, welcher der Umstand im Rennen dein Potential nicht abrufen zu können, hervorruft.

Ein Beispiel-Dialog
Frage: Warum stört es mich im Rennen blockiert zu sein? Was ist daran schlimm?
Antwort: Weil ich gerne meine Leistung unter Beweis stellen möchte.
Frage: Was ist daran schlimme wenn ich meine Leistung nicht unter Beweis stelle?
Antwort: Dann bekomme ich keine Anerkennung.
Frage: Was ist daran schlimm keine Anerkennung zu bekommen?
Antwort: Dann bin ich wertlos


Die Ursache des Symptoms "Trainingsweltmeister" findet sich auf der Überzeugungs-Ebene. Man könnte die Ebene auch Unterbewusstsein nennen. Nur klingt es dann so unerreichbar und unlösbar, und das ist es nicht.

Die Überzeugungs-Ebene ist die Ebene auf der Gedanken gespeichert werden, die du irgendwann im Laufe deines Lebens als "wahr" etikettiert hast.

Diese Gedanken befinden sich nun im "Autopiloten" und kreieren deine Realität, ohne dass du bewusst darüber nachdenken musst.

Das ist einerseits genial, anderseits – nun ja.

In den meisten Fällen wird das Symptom "Trainingsweltmeister" von Zweifeln am eigenen Selbstwert hervorgerufen und unbewusster Angst vor Strafe bzw. Liebesentzug bei Nichterfüllung von Erwartungen.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit bist du nach dem Prinzip von "Liebe für Leistung" erzogen worden.


Step 4: Überzeugung zerlegen

Aufgabe 1

Hast du die Wurzel-Überzeugung gefunden, z.B. "Ich bin nicht liebenswert", dann hinterfrage, ob das wirklich wahr ist und finde Beispiele wo diese Aussage nicht zutrifft.

Frage dich:
- Ist das wirklich wahr?
- Wie fühlt es sich an das Gegenteil zu denken "Ich bin liebenswert" oder "Ich bin gut so wie ich bin" und welche Emotion löst das in mir aus?


Allein der Prozess sich den Gedanken bewusst zu machen, der den Missstand verursacht, bringt den Stein ins Rollen.



Aufgabe 2

Als nächstes erstelle zwei Listen.


Liste 1

Rufe dir deine positiven und liebenswerten Eigenschaften in Erinnerung. Zum Beispiel: Ich habe ein ansteckendes Lachen, ich strahle Ruhe aus, ich kann gut Streit schlichten, ich bin verständnisvoll, und so weiter.  Notiere diese auf Liste 1. Nimm dir Zeit und schreibe wirklich jede Kleinigkeit auf, die dir einfällt. Wenn dir später noch was einfällt schreib es einfach dazu.


Liste 2

Dann frage Menschen, die du magst und die dich mögen, was sie an dir schätzen und schreibe diese wertvollen Attribute in Liste 2.


In dem Moment, wo du dir bewusst machst, welchen Wert du bereits hast und dass dein Wert als Mensch nicht davon abhängt, wie du bei einem Wettkampf abschneidest, wird es dir gelingen entspannt an die Sache ran zu gehen.

Du wirst feststellen, wenn die irrtümliche Wurzel-Überzeugung Beweiskraft verliert, fällt der Zwang weg das Gegenteil beweisen zu müssen und damit löst sich die Blockade.



Sei IronMinded - Sei selbstbewusst.

 


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